Löschwasserzisternen sind ein zentraler Bestandteil der modernen Brandschutzplanung, insbesondere bei Industrieanlagen, Logistikzentren, Solar- und Windparks oder abgelegenen Baugebieten. In Deutschland gibt es verschiedene Hersteller und Systemanbieter, die sich in Material, Löschwasserzisterne Hersteller Deutschland Vergleich, Normkonformität und Preis deutlich unterscheiden.
Im Folgenden ein strukturierter Vergleich wichtiger Anbieter und Systemlösungen im deutschen Markt.
1. Bedeutung von Löschwasserzisternen
Eine Löschwasserzisterne dient der gesicherten Bevorratung von Löschwasser, wenn kein ausreichendes Hydrantennetz vorhanden ist. Sie muss in der Regel Normen wie DIN 14230 oder DIN 14244 erfüllen und wird häufig von Behörden und Feuerwehr abgenommen.
Typische Einsatzbereiche:
- Gewerbe- und Industriegebiete
- Logistik- und Lagerhallen
- PV- und Windparks
- abgelegene Standorte ohne Wassernetz
- Neubaugebiete mit unzureichender Infrastruktur
2. Wichtige Hersteller und Anbieter in Deutschland
BRAUN GmbH / Löschwassertank.com (PE-Systeme)
Die BRAUN GmbH zählt zu den bekannten Anbietern für Kunststoff-Löschwasserzisternen in Deutschland.
- Material: Polyethylen (PE)
- Bauweise: unterirdische Tanks, modular oder als Großbehälter
- Vorteile:
- normkonforme Systeme nach DIN
- relativ kurze Lieferzeiten
- hohe Korrosionsbeständigkeit
- einfache Installation im Erdreich
- Einsatz: klassische Industrie- und Gewerbeanlagen
Beispielprodukte reichen von ca. 45 m³ bis über 100 m³ Volumen und sind häufig als Komplettsystem mit Saugrohr und Feuerwehranschluss ausgeführt.
RWT / Regenwasser-Zisterne (Classic-Systeme)
RWT bietet klassische Löschwasserzisternen aus Kunststoff mit starkem Fokus auf Standardisierung.
- Material: PE mit Recyclatanteil
- Bauweise: unterirdische Zisternen
- Vorteile:
- sehr wirtschaftliche Lösung
- normgerechte Ausstattung (DIN-konform)
- schnelle Lieferung und einfache Montage
- Besonderheit:
- auch als modulare Großsysteme erhältlich (Batterietanks)
Typische Größen liegen zwischen 45 m³ und 105 m³.
Veolia / Labaronne-Citaf (flexible Systeme)
Veolia arbeitet im Bereich Löschwassermanagement oft mit dem französischen Hersteller Labaronne-Citaf zusammen.
- Material: flexible, faltbare Behältersysteme
- Bauweise: oberirdisch oder temporär installierbar
- Vorteile:
- sehr schnelle Installation
- ideal für temporäre Projekte oder Notfalllösungen
- geringere Erdarbeiten erforderlich
- Einsatz:
- Kommunen
- temporäre Baustellen
- schwierige Bodenverhältnisse
Diese Systeme gelten als besonders flexibel und werden häufig als Ergänzung zu festen Zisternen genutzt.
Beton- und Spezialanbieter (kommunale Großanlagen)
Neben Kunststofflösungen gibt es auch klassische Betonzisternen, die meist von regionalen Tiefbau- oder Spezialfirmen umgesetzt werden.
- Material: Stahlbeton
- Vorteile:
- sehr langlebig (Jahrzehnte)
- große Volumen möglich
- Nachteile:
- hohe Baukosten
- aufwendige Erdarbeiten
- längere Bauzeit
Diese Lösung wird häufig bei kommunalen Großprojekten eingesetzt.
3. Vergleich der Systeme
| Kriterium | Kunststoff (PE) | Beton | Flexible Systeme |
|---|---|---|---|
| Kosten | mittel | hoch | niedrig–mittel |
| Einbauaufwand | gering–mittel | hoch | sehr gering |
| Lebensdauer | hoch | sehr hoch | mittel |
| Flexibilität | mittel | gering | sehr hoch |
| Normkonformität | gut | sehr gut | abhängig vom System |
4. Fazit: Welcher Hersteller ist der richtige?
Die Wahl des Herstellers hängt stark vom Einsatzbereich ab:
- BRAUN / RWT (PE-Zisternen) → Standardlösung für Gewerbe & Industrie
- Veolia / flexible Systeme → ideal für temporäre oder schwierige Standorte
- Betonzisternen → für kommunale Großprojekte mit langfristiger Nutzung
Grundsätzlich gilt:
Je nach Projektgröße, Bodenbeschaffenheit und Brandschutzanforderung unterscheiden sich die optimalen Lösungen erheblich.